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Messprinzipien Druckmessgeräte

Messprinzipien Temperaturmessgeräte

Manometer mit Rohrfedermeßwerk

Rohrfedermanometer R 40, R 50, R 63

Ein kreisförmig gebogenes Rohr ist an einem Ende fest mit einem Anschlußstutzen verbunden; an seinem anderen Ende mit einem Endstück verschlossen. Wird der Innenraum der Rohrfeder einem Überdruck ausgesetzt, so erfährt diese eine Streckung nach außen; bei Unterdruck eine Zusammenziehung nach innen. Diese Bewegung des Rohrfederendstücks ist ein Maß für den zu messenden Druck und wird über ein Zahnsegment auf das Ritzel des Zeigerwerks übertragen. Mit dem Rohrfedermesswerk können Überdrücke bis 1000 bar und Unterdrücke bis -1 bar von Gasen, Dämpfen und Flüssigkeiten gemessen werden. Die Anzeigegenauigkeit liegt zwischen ± 0,1% und ± 2,5% vom Messbereichsendwert. Die Rohrfeder wird je nach Anwendungsfall aus Buntmetall oder für aggressive Medien aus beständigem Material wie 1.4571, 1.4404 oder Monel gefertigt.

Die zulässige Umgebungstemperatur des Manometers ist: -40…+60°C, bei Buntmetall-Ausführung ist die Messstofftemperatur max.+60°C,bei UNI-Ausführung max.+200°C.

Rohrfeder-Manometer

Manometer mit Plattenfedermeßwerk

Plattenfeder-Maonometer PKU 100

Eine dünne gewellte Metallmembrane ist zwischen zwei Flanschen eingespannt. Wird die Plattenfeder auf einer Seite vom Messdruck beaufschlagt, so biegt sich diese durch. Die Durchbiegung ist ein Maß für den zu messenden Druck und wird mit einem Zahnsegment auf das Ritzel des Zeigerwerks übertragen. Mit dem Plattenfedermeßwerk können Überdrücke bis 40 bar und Unterdrücke bis -1 bar von Gasen, Dämpfen und Flüssigkeiten gemessen werden. Die Anzeigegenauigkeit liegt bei ± 1,6% vom Messbereichsendwert. Durch Folien aus z.B. PTFE, Tantal o.ä. wird die Plattenfeder gegen aggressive Medien geschützt. Durch geeignete Werkstoffe wie z.B. W.1.4571, PP, PVC, PVDF o.ä. wird das mit dem Medium in Berührung kommende Anschlußteil geschützt. Plattenfedermanometer mit offenem Messflansch eignen sich besonders für zähflüssige, kristallisierende und feststofführende Medien. Plattenfedermanometer lassen sich leicht gegen Überlastung sichern.

Die zulässige Umgebungstemperatur des Manometers ist -20…+60°C, die Messstofftemperatur darf nicht höher als +100°C sein.

Plattenfeder-Manometer

Manometer mit Kapselfedermeßwerk

Kapselfedermanometer KU 100

Zwei dünne, gewellte und druckdicht zusammengesetzte Metallmembranen bilden die Kapselfeder. Wird der Innenraum der Kapselfeder mit Überdruck beaufschlagt, so erfährt diese eine Ausdehnung bzw. bei Unterdruck eine Zusammenziehung. Diese Bewegung ist ein Maß für den zu messenden Druck und wird über ein Zahnsegment auf das Ritzel des Zeigerwerks übertragen. Mit dem Kapselfedermeßwerk kann man sowohl Unterdrücke als auch Überdrücke bis 600 mbar messen. Die Anzeigegenauigkeit liegt bei ± 1,6% vom Messbereichsendwert. Die Kapselfeder ist aus Buntmetall oder W.1.4571 gefertigt und eignet sich nur für Messung von gasförmigen Medien.

Die zulässige Umgebungstemperatur des Manometers ist -20…+60°C, die Messstoffstofftemperatur darf nicht höher als +100°C sein.

Kapselfeder-Manometer

Rohrfedermanometer mit Druckmittler

Ein Rohrfedermanometer ist in einen Druckmittler eingeschraubt. Dieser Druckmittler hat einen definierten Hohlraum, der durch eine dünne Membrane verschlossen ist. Dieser Hohlraum über der Membrane, sowie die Rohrfeder sind nach vollständiger Evakuierung mit einer Übertragungsflüssigkeit gefüllt. Wird nun die Membrane dem Messdruck ausgesetzt, so biegt sich diese durch. Diese Durchbiegung bewirkt eine Volumenverdrängung der Übertragungsflüssigkeit. Dadurch erfährt die Rohrfeder bei Überdruck eine Streckung nach aussen; bei Unterdruck eine Zusammenziehung nach innen. Diese Bewegung des Rohrfederendstücks ist ein Maß für den zu messenden Druck und wird über ein Zahnsegment auf das Ritzel des Zeigerwerks übertragen. Das Anschlußteil kann in den verschiedensten Formen hergestellt werden (- siehe unter "V"). Mit Druckmittlermanometern können Drücke von -1 bar bis 1000 bar gemessen werden. Die Anzeigegenauigkeit liegt bei ± 1,0% vom Messbereichsendwert. Diese Messeinheit eignet sich besonders als Freiluftgerät, da es auch in unisoliertem Einbau nicht einfriert. Weiterhin mit Anschlußteil als Flansch für zähflüssige, kristallisierende und feststofführende Medien. Mit frontbündiger Membrane auch für totraumfreie Druckmessung. Durch Einsatz beständiger Membranen und Anschlußteile ist es auch gut zur Messung von aggressiven Medien geeignet. Wenn Einbaubedingungen es erfordern, kann zwischen Rohrfedermanometer und Druckmittler eine Fernleitung vorgesehen werden.

Rohrfeder-Manometer
Druckmittler

Differenzdruckmanometer

Differenzdruckmanometer mit Plattenfeder DKU 100

Eine Messkammer wird durch eine dünne, gewellte Metallmembrane geteilt. Diese Membrane wird beiderseits mit dem statischem Druck und zusätzlich einseitig mit dem Messdruck beaufschlagt. Über einen Durchführungsbalg wird die Durchbiegung der Membrane auf das Zeigerwerk übertragen. Auf der gegenüberliegenden Seite wirkt ein Kompensationsbalg zum Kraftausgleich. Differenzdruckmanometer eignen sich besonders zur Messung von gasförmigen und flüssigen Medien, die bauartbedingt auch aggressiv sein können. DieAnzeigegenauigkeit liegt bei ± 1,6% vom Messbereichsendwert.

Die zulässige Umgebungstemperatur des Manometers ist -20…+60°C; die Messstofftemperatur darf nicht höher als +100°C sein.

Differenzdruck-Manometer

Plattenfedermanometer für Absolutdruck

Plattenfeder-Absolutdruckmanometer PAKU 100

Diese Manometer werden zur Messung von Drücken unabhängig von den Schwankungen des atmosphärischen Umgebungsdruckes eingesetzt. Eine Messkammer wird durch eine dünne, gewellte Metallmembrane geteilt.An der nicht vom Messruck beaufschlagten Seite herrscht als Bezugsdruck Absolutdruck Null ( = absolutes Vakuum). Dieser Bezugsdruck wird durch Evakuieren dieser Seite erreicht. Wird die Metallmembrane mit dem Messdruck beaufschlagt, so biegt sich diese durch. Über einen Durchführungsbalg wird die Durchbiegung der Membrane auf das Zeigerwerk übertragen. Absolutdruckmanometer eignen sich besonders zum Messen von gasförmigen und flüssigen Medien, die bauartbedingt auch aggressiv sein können. Die Anzeigegenauigkeit liegt bei ± 1,6% vom Messbereichsendwert.

Die zulässige Umgebungstemperatur des Manometers ist -20…+60°C; die Messstofftemperatur darf nicht höher als +100°Csein.

Plattenfeder-Manometer

Bimetall-Zeigerthermometer

Bimetallthermometer BU 100

Eine Bimetallwendel aus zwei aufeinander geschweissten Metallbändern mit stark voneinander abweichenden Wärmeausdehnungskoeffizienten bildet das Messelement. Die Wendel ist am Fühlerrohrende befestigt, am anderen Ende mit der Zeigerachse verbunden. Die Eigenschaft des Bimetalls, sich bei Temperaturänderung infolge der ungleichen Längenausdehnung beider Metallbänder zu krümmen oder zu strecken, äußert sich bei der Wendel als Drehbewegung. Diese ist ein Maß für die Temperaturänderung. Mit Bimetall-Thermometern können Temperaturen zwischen -50°C und +500°C gemessen werden. Die Anzeigegenauigkeit liegt bei ± 1,6% vom Messbereichsendwert.

Bimetall Thermometer

Gasgefüllte Thermometer

Gasgefülltes Zeigerfernthermometer GFU 100

Das Messprinzip beruht auf der volumetrischen Ausdehnung der Gasfüllung im Temperaturfühler. Der Temperaturfühler ist durch eine Kapillarleitung mit der Messfeder fest verbunden. Die durch Temperatureinwirkung hervorgerufene Ausdehnung des Gases wird von der Messfeder aufgenommen und über ein Zahnsegment auf das Zeigerwerk übertragen. Mit dem gasgefüllten Thermometer können Temperaturen zwischen -80°C und +600°C gemessen werden. Die Anzeigegenauigkeit liegt bei ± 1% vom Messbereichsendwert. Die Gasfüllung ist toxikologisch und ökologisch völlig unbedenklich. Bei gasgefüllten Fernthermometern können zwischen Temperaturfühler und Messfeder Verbindungsleitungen bis 100m Länge geliefert werden.

Gasgefüllten Thermometer

Maschinen-Glasthermometer

Maschinen Glasthermometer M 200

Das Messprinzip beruht auf der volumetrischen Ausdehnung der Füllflüssigkeit in der Glaskapillare. Die durch Temperatureinwirkung hervorgerufene Ausdehnung der Füllflüssigkeit ist auf einer Skala abzulesen. Mit Maschinen-Glasthermometern können Temperaturen von -60°C bis +600°C gemessen werden. Die Anzeigegenauigkeit liegt bei ± 1,6% vom Messbereichsendwert.

Maschinen Thermometer


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