Bimetallthermometer

Bimetallthermometer BU 100
  • NG 100
  • Klasse 1,0
  • max. +500°C
  •  Glasfenster
  •  Deckscheibe aus Glas, Gehäuse und Fühler aus Edelstahl
Bimetallthermometer BU 160
  • NG 160
  • Klasse 1,0
  • max. +500°C
  •  Glasfenster
  •  Deckscheibe aus Glas, Gehäuse und Fühler aus Edelstahl

Bimetallthermometer

Bimetal thermometer

Funktionalität

Bimetallthermometer messen die Temperatur auf der Grundlage der unterschiedlichen Wärmeausdehnung zweier Metalle. Das Messelement besteht aus zwei miteinander verschweißten Metallstreifen, die unterschiedliche Wärmeausdehnungskoeffizienten aufweisen. Bei Temperaturänderungen biegt oder verdreht sich das Bimetall. Diese mechanische Bewegung wird direkt auf den Zeiger übertragen und auf der Skala angezeigt, um eine präzise Temperaturmessung zu ermöglichen.

Entwurf und Konstruktion

Ein Bimetallthermometer besteht aus den folgenden Hauptkomponenten:

  • Bimetallspirale: Das zentrale Messelement, bestehend aus zwei verschweißten Metallstreifen mit unterschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten.
  • Schutzrohr: Schützt die Bimetallspirale und verbindet sie mit dem Prozess.
  • Zeigerachse und Werk: Überträgt die Drehbewegung des Bimetalls auf den Zeiger.
  • Skala: Zeigt die gemessene Temperatur an.
  • Schutzrohr (optional): Schützt das Messelement vor korrosiven Medien oder Strömung.

Die einfache und robuste mechanische Konstruktion erfordert keine Füllflüssigkeit und gewährleistet eine zuverlässige lokale Temperaturanzeige.

Messbereiche und Genauigkeit

Bimetallthermometer eignen sich für Temperaturen von –50 °C bis +500 °C. Die Standardgenauigkeit beträgt ±1 % des Messbereichsendwerts.

Vorteile

  • Robuste und einfache mechanische Konstruktion, die keine Füllflüssigkeit erfordert.
  • Relative Stabilität gegenüber Schwankungen der Umgebungstemperatur im Vergleich zu gasgefüllten Thermometern.
  • Gute Zuverlässigkeit bei der lokalen Temperaturmessung.
  • Breiter Temperaturbereich von –50 °C bis +500 °C .
  • Wartungsarm durch den Verzicht auf Füllflüssigkeiten.
  • Kosteneffiziente Lösung für viele industrielle Anwendungen.

Nachteile

  • Die Genauigkeit ist im Vergleich zu elektronischen Temperatursensoren geringer.
  • Lokale Temperaturanzeige (keine Fernanzeige über Kapillarleitung).
  • Die Ansprechzeit ist langsamer als bei elektrischen Thermometern oder gasgefüllten Thermometern.
  • Kann durch starke Vibrationen oder mechanische Stöße beeinträchtigt werden.
  • Eine regelmäßige Kalibrierung wird empfohlen, um die Genauigkeit der Temperaturmessung dauerhaft zu gewährleisten.
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