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Feinmessmanometer
Funktionalität
Prüfmanometer arbeiten nach demselben Prinzip wie herkömmliche Manometer mit Bourdon-Feder. Eine kreisförmig gebogene Bourdonfeder ist einseitig mit dem Anschlusszapfen verbunden und am anderen Ende verschlossen. Bei Druckbeaufschlagung dehnt sich die Feder aus oder zieht sich zusammen, je nachdem, ob Überdruck oder Unterdruck vorliegt. Diese Bewegung wird über ein Zahnsegment auf das Zeigerwerk übertragen und auf der Skala angezeigt. Prüfmanometer sind speziell für hochpräzise Druckmessungen ausgelegt und dienen als Referenzmessgeräte.
Entwurf und Konstruktion
Prüfmanometer zeichnen sich durch eine verstärkte Konstruktion mit speziellen Messwerken und hochpräzisen Bourdon-Federn aus. Diese Komponenten werden mit größter Sorgfalt gefertigt und justiert; insbesondere die präzisere Ausführung von Zahnrädern und Lagern im Messwerk ermöglicht eine deutlich höhere Genauigkeit und Langzeitstabilität im Vergleich zu Standardmanometern. Die robuste Bauweise gewährleistet eine zuverlässige Leistung bei Druckkalibrierungen und Prüfaufgaben.
Messbereiche und Genauigkeit
Prüfmanometer sind für einen weiten Druckbereich erhältlich:
- Überdruck bis 1000 bar
- Unterdruck bis zu –1 bar
Die Standardgenauigkeit beträgt ±0,6 % des Endwerts.
Für höhere Präzisionsanforderungen sind Sonderausführungen mit einer Genauigkeit von ±0,3 % bzw. ±0,25 % des Messbereichsendwerts erhältlich, wodurch sie sich ideal für hochpräzise Druckmessungen eignen.
Vorteile
- Hohe Messgenauigkeit und hervorragende Langzeitstabilität.
- Geeignet als Referenzinstrumente für Kalibrier- und Prüfzwecke.
- Breiter Druckbereich von Vakuum bis 1000 bar.
- Robuste Konstruktion, ausgelegt für den häufigen Einsatz in Testumgebungen.
- Erhältlich in Hochpräzisionsausführungen bis zu ±0,25 %.
Nachteile
- Höhere Anschaffungskosten im Vergleich zu Standard-Industriemanometern aufgrund von Komponenten mit höherer Präzision.
- Die Genauigkeit kann durch mechanische Stoßeinwirkung oder unsachgemäße Handhabung beeinträchtigt werden.
- Eine regelmäßige Neukalibrierung ist erforderlich, um die spezifizierte Genauigkeitsklasse dauerhaft zu gewährleisten.
- Nicht für die kontinuierliche Prozessmessung in rauen Industrieumgebungen vorgesehen
Anwendungen
Prüfmanometer werden vorwiegend in Druckkalibrierlaboren, in der Qualitätssicherung sowie in Instandhaltungsabteilungen eingesetzt. Zu den typischen Anwendungen gehören:
- Kalibrierung weiterer Druckmessgeräte und Druckmessumformer
- Überprüfung von Druckmessgeräten
- Prüfstandsanwendungen im Maschinenbau und in der Prozessindustrie
- Inspektions- und Wartungsarbeiten in Industrieanlagen